InstantAtlas spricht mit Marc Lefebvre, Leiter, Forschung und Entwicklung, Sudbury and District Health Unit

Gesundheitsplanung in Sudbury und District, Ontario: wie Gesundheitsplaner Kartensoftware nutzen, um Lösungen in ihren Gemeinden bereitzustellen

InstantAtlas im Einsatz

Das Gesundheitssystem in Ontario, Kanada, setzt sich aus 36 gemeinnützigen öffentlichen Gesundheitsbehörden, der Abteilung für Gesundheitswesen des Ministeriums für Gesundheit und Pflege in Ontario, Laboren für öffentliche Gesundheit, Anbietern für medizinische Grundversorgung, sowie Public Health Ontario zusammen. Die Sudbury & District Health Unit (SDHU) ist eine dieser Gesundheitsbehörden. Marc Lefebvre, Leiter der Abteilung Population Health Assessment and Surveillance (Beobachtung und Bewertung der Volksgesundheit), erklärt, wie InstantAtlas dort genutzt wird, um Gesundheitsplaner beim Erfassen von lokalen Gesundheitsbedürfnissen zu unterstützen.

Um was geht es bei Ihrem Projekt?

Als Gesundheitseinrichtung bekommen wir oft Anfragen zu Informationen über die Demografie der lokalen Bevölkerung. Wir haben erkannt, dass wir einige grundlegende demografische Informationen in einem Online Tool bereitstellen könnten, das auf Daten des kanadischen Zensus basiert. Die Idee war, Gesundheitsplanern die Möglichkeit zu geben, selbst auf Informationen zuzugreifen und danach detaillierte Fragen zu stellen, z.B. darüber, wie ein Gebiet im Vergleich zu einem anderen abschneidet. Die Gesundheitsplaner können Informationen des Zensus zu Bevölkerungszahlen, Wachstumsraten und Bevölkerungsdichte abfragen, um ein umfassendes Profil für ihre Gemeinden zu erstellen.

Wie sind Sie auf die InstantAtlas Kartensoftware gestoßen?

Ich habe InstantAtlas schon genutzt, bevor ich bei der Gesundheitsbehörde angefangen habe. Ich war schon viele Jahre in GIS Projekten eingebunden und habe gesehen, wie nützlich diese Kartensoftware sein kann, um Daten für nicht-GIS-Experten darzustellen. Die Anziehungskraft geht aber über Karten hinaus. Mir sind die Fallstricke bewusst, die damit einhergehen sich auf Karten zu verlassen. Das Besondere von InstantAtlas ist aber, dass auch Details dargestellt werden können, was bedeutet, dass ein großer Mehrwert für jeden geschaffen wird, der Informationen für die Planung nutzt.

Wie haben Sie angefangen?

Unser Ausgangspunkt waren die Zensusdaten, da sie sehr detailgenau verfügbar sind. Das bedeutet, dass wir eine sehr genaue Analyse bereitstellen können. Zunächst haben wir die Daten des kanadischen Zensus von 2006 auf verschiedenen geografischen Ebenen verwendet. Zensusdaten kleinerer geografischer Ebenen sind für das gesamte Verbreitungsgebiet des SDHU Dienstleistungsbereichs verfügbar. Das Ziel war, Informationen auf verschiedenen Ebenen darzustellen. Dabei soll den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden, Variablen auszuwählen, die mit Gesundheitsfaktoren in Beziehung stehen, wie etwa Einkommen, Bildung, Familienstruktur, usw. Also haben wir 20 entsprechende Indikatoren des Zensus 2006 ausgewählt.

Welche Art von Feedback haben Sie für Ihre interaktiven Karten bekommen?

Da wir nur eine kleine Abteilung mit begrenzten Ressourcen sind, war eine der Herausforderungen, sicherzustellen, dass das Tool vollständig implementiert ist. Außerdem haben wir eine große Bandbreite von Nutzern innerhalb unserer Einrichtung, von denen manche einfach eine Excel Tabelle haben wollen, mit der sie die Daten selbst analysieren können. Am anderen Ende der Skala stehen Nutzer, die nicht in diese Art von Analyse einbezogen werden wollen.

Also haben wir eine Gruppe von Testern um Feedback zur Benutzerfreundlichkeit und allen möglicherweise auftretenden Störungen gebeten. Danach erstellen wir ein Benutzerhandbuch und verbreiten das Tool weiter.

Sudbury-and-District-Interactive-Maps

Wie entwickeln Sie die interaktiven Karten?

Wir sind daran interessiert, die Zensusdaten mit Daten zu gesundheitlichen Folgen zu kombinieren, so dass wir ein Tool entwickeln können, das detaillierte Analyse auf kommunaler und vielleicht sogar auf Stadtteilebene bietet. Wir überlegen im Moment auch, ob wir das Tool online verfügbar machen wollen und erkunden Möglichkeiten, mit einem Behördennetzwerk deine Arbeitsgemeinschaft zum Datenaustausch zu bilden. Das schließt Organisationen aus unterschiedlichen Sektoren mit ein, wie etwa Gesundheitsfürsorge, Sozial- und Kinderfürsorge und –Planung, Polizei, Bildung, Gemeinderegierungen und Gesundheitswesen. Sie alle sind daran interessiert, Gemeindeprofile zu entwickeln – d.h. eine gemeinsame Plattform aufzubauen.

Warum sollte man mit InstantAtlas arbeiten?

  • InstantAtlas bietet einfachen Zugang zu sozio-demografischen Informationen, die sonst in Tabellen verborgen wären
  • Der Planungsprozess in ländlichen Gebieten wird durch den leichten Zugang zu Zensusdaten unterstützt
  • Leicht umsetzbare Visualisierung von Daten für Planer ohne GIS Erfahrung.


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