Kartierung-von-Daten-zu-Herz-Kreislauf-Erkrankungen-Universität-Auckland

Die Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften in Auckland nutzt Kartensoftware, um gesundheitsbezogene Ungleichheiten am Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu kartieren

InstantAtlas im Einsatz

Dr. Dan Exeter von der Fakultät für Medizin- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Auckland verwendet InstantAtlas, um gesundheitliche Ungleichheiten zu kartieren. Dan ist Dozent im Fachbereich Bevölkerungsgesundheit und forscht im Moment zur Epidimiologie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKL-Erkrankungen) im Zusammenhang mit der Entwicklung von Benachteiligungsindexen. Dazu nutzt er herkömmliche Quellen für Verwaltungsdaten. Dan erklärt, wie er mit InstantAtlas interaktive Onlineatlanten über die Behandlung von HKL-Erkankungen sowie deren gesundheitsbezogene Auswirkungen erstellt.

Um was geht es bei Ihrem Projekt?

Ich habe bereits Erfahrung im Bereich quantitativer Gesundheitsgeografie gesammelt. Meine Forschung befasst sich im Moment mit geografischen Unterschieden hinsichtlich gesundheitsbezogener Auswirkungen. Dafür nutze ich bevorzugt Geografische Informationssysteme (GIS) und kombiniere sie mit einer weiteren Analyse großer Datensätzen, die Informationen z.B. über Volkszählungen und über öffentlicher Krankenhäuser, Abgabe von Medikamenten, Impfrate und/oder Sterblichkeit enthalten. Vor allem interessiert mich gesundheitsbezogene Ungleichheit in Verbindung mit sozio-ökonomischer Benachteiligung oder Volkszugehörigkeit.

Im Projekt „Vaskulärer Atlas der Auckland Region“ werden Methoden aus der Epidemiologie und der Geografie kombiniert. Das Ziel ist, das Angebot zur Versorgung von Gefäßerkrankungen (Laboruntersuchungen, pharmazeutisches Management und Krankenhausbetrieb) in der Auckland Region zu untersuchen und visuell darzustellen. Die Verteilung dieser Angebote über die Region hinweg wird durch die Verwendung von sozio-demografischen und räumlichen Faktoren veranschaulicht.

Wie sind Sie auf die Kartensoftware InstantAtlas gestoßen?

Ich habe gesehen, wie InstantAtlas für die Erstellung des NHS (National Health Service) Atlasses in Großbritannien verwendet wurde. Als wir von der Health Quality and Safety Commission (Kommission für gesundheitliche Qualität und Sicherheit) beauftragt wurden, einen nationalen Atlas über HKL-Erkrankungen zu gestalten, habe ich das Potential von InstantAtlas für die visuelle Datenaufbereitung erkannt.

Fakultät für Medizin- und Gesundheitswissenschaften - interaktiven Karten

Wie haben Sie damit angefangen?

Unser Forschungsteam hat Datensätze von Patienten mit Herzerkrankungen gesammelt. Diese beinhalten Informationen von Allgemeinärzten, Rezepten und Fachärzten. Insgesamt kamen dabei mehr als 35GB an Daten zusammen. Da jeder Patient eine eindeutige Bezeichnung erhält, ist es möglich diese Informationen mit sozio-ökonomischen Daten zu verknüpfen und Ungleichheiten bei den gesundheitsbezogenen Auswirkungen zu bestimmen. Es war einfach mit InstantAtlas zu arbeiten und wir konnten komplizierte Muster darstellen, die sich in den großen Datensätzen verbargen.

Welche Rückmeldungen haben Sie zu den interaktiven Karten bekommen?

Wir haben die Karten bisher noch nicht in großem Stil veröffentlicht, aber die Rückmeldungen, die wir bisher von Kollegen bekommen haben, waren toll. Sie waren sehr angetan von der Möglichkeit mit den Daten zu interagieren. So können unterschiedliche Altersgruppen betrachten werden, so dass der Anwender eine gute Vorstellung davon erhält, was in jeder Gemeinde passiert. Wir haben sehr positives Feedback von Nutzern bezüglich der PDF Dokumente und Youtube Videos bekommen, die wir für das Projekt „Vaskulärer Atlas der Auckland Region“ erstellt haben. Damit können die verschiedenen Analysen, die den Nutzern bei den einzelnen InstantAtlas Vorlagen zur Verfügung stehen, veranschaulicht werden.

Wie erstellen Sie die interaktiven Karten?

Im Moment stellen wir den Gesundheitsplanern und Krankenhausärzten reale Momentaufnahmen unterschiedlicher gesundheitsbezogener Muster zur Verfügung. Ich würde das Projekt gerne noch erweitern, so dass wir Unterschiede zwischen verschiedenen kommunalen Gesundheitsämtern und sogar auf Wahlkreisebene sehen können – was hier in Neuseeland viel weniger üblich ist als in anderen Ländern. Außerdem bin ich sehr daran interessiert, die neuen HTML Vorlagen zu verwenden, da sie für den Endnutzer leichter zugänglich sind.

Was sind die Vorteile bei der Arbeit mit InstantAtlas?

  • Wir können komplexe Daten über gesundheitsbezogene Auswirkungen und sozio-ökonomische Benachteiligung in einem einfach visualisierbaren Format darstellen
  • Meine Kollegen, die keine GIS-Experten sind, können die Karten genauso einfach verwenden wie diejenigen, die schon Erfahrung mit GIS haben
  • InstantAtlas ermöglicht es, die selben Daten auf unterschiedliche Art und Weise abzufragen, z.B. in verschiedenen Altersgruppen
  • Wir konnten die Daten mit unterschiedlichen kartografischen Methoden und Farbkombinationen darstellen und dabei die selbe feststehende Legende verwenden. Das heißt, dass Konsistenz gewährleistet ist unabhängig davon, ob man z.B. Muster von maorischen und nicht-maorischen Einwohnern vergleicht.

Die Karten der Universität Auckland wurden mit InstantAtlas Desktop erstellt.





 
 

Video Tutorien (auf YouTube)


InstantAtlas Grundlagen Video Tutorien


InstantAtlas Desktop Tools


Wie nutzt man die InstantAtlas Vorlagen


InstantAtlas Server Video Tutorien



Neuigkeiten und Artikel

Bremen

Das Statistische Landesamt Bremen

Stuttgart

Das Statistische Amt der Landeshauptstadt Stuttgart

Worcestershire

Rochdale Borough Council | Gemeinde stärken, damit bessere Entscheidungen getroffen werden